Die Europäische Union ist ein Projekt von hoher Dynamik und Attraktivität. Dennoch wachsen Ängste und Zweifel, die sich jüngst erst bei der Ablehnung des Verfassungsentwurfs in Frankreich und den Niederlanden Luft machten. Wenngleich die Gründe dieser Ablehnung vielfältig sind, verweisen sie doch auf unerfüllte Sehnsüchte nach einer gelungenen Gemeinschaft der „Europäer“, nach einem „besseren Leben“ für alle Menschen, nach Alternativen zu unkontrollierter Globalisierung.
Was (und wer?) aber ist Europa? Welche Vorstellungen, Konzepte, Visionen gibt es für die Gestaltung unseres „gemeinsamen Hauses“ in den kommenden Jahrzehnten? Und was ist notwendig, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg mitzunehmen?
Diese dringend notwendige Selbstvergewisserung ist ohne Bezug zur gemeinsamen Geschichte und Kultur nicht vorstellbar. Literatur, Philosophie, Kunst und Religion sind diejenigen Bereiche, in denen Europa entworfen wurde und weiterhin reflektiert werden muss. Die Weimarer Sommerkurse verstehen sich in diesem Sinne als „Laboratorium“ des Nachdenkens über Europa. Sie wollen intellektuelle Debatten anregen, Formen interkulturellen Lernens erproben und in gemeinsamer künstlerischer Praxis den Träumen von Europa Stimme und Gesicht geben.
Die Veranstaltung besteht aus 7 parallelen Kursen, die im Wechsel von Vorträgen, Seminaren, Exkursionen und eigenen Beiträgen der Teilnehmenden bearbeiten.
Weiterführendes im Netz:
- Mehr unter: http://www.sommerkurse-weimar.de/2006/programm.html



