Dialog'09

Eine lebendige Debatte über Europa

Europeans see dialogue as an essential element of good governance.
Friedrich Buttler, Director of the ILO Regional Office for Europe and Asia

“Nur zusammen sind wir stark und können die Fördermittel der EU bestmöglich nutzen“

Im Vorfeld des Europatages 2006 fand eine Informations- und Diskussionsveranstaltung in der Deutschen Eiche zur bestmöglichen Nutzung der Fördermittel der EU in Uelzen statt, wo Vertreter der Parteien, der Wirtschaft und des Handels zu einem gemeinsamen Dialog aller interessierten Akteure aufriefen.

Der Ortsprecher von Dialog’09 in Uelzen, Giovanni Schulze begrüßte die Gäste und die Podiumsteilnehmer und stellte die Ziele und Hintergründe von Dialog’09 da. Er betonte, das Dialog’09 eine deutschlandweite, parteiübergreifende Demokratieinitiative sei, die den Dialog mit dem Bürger über den Sinn und Zweck von Europa in Ihrem täglichen Leben, zum Kernpunkt ihres Handelns macht: „Daher sollte es bei unserer Fördermitteldebatte heute abend tatsächlich und ausschließlich um die Sache gehen, nämlich um in Uelzen die intensive Debatte über Fördermittel aus Europa für Uelzen anzustossen.“

Der stellv. Vorsitzende von Dialog’09, Arne Mielken aus Oldenstadt, stellte in einer Präsentation die Ziele der EU und die Schwerpunkte der Fördermittelperiode 2007-2013 dar. Dabei betone er, das es nicht hauptsächlich darum gehen sollte, einzelne Projekte zu fördern sonden durch einen aktiven Dialog mögliche Kooperationsparnter zu finden, um Synergien zu schaffen und damit dem Uelzener Raum nachhaltige Entwicklung und bessere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

In der anschließenden Diskussion fragte Herr Mielken den Vorsitzenden der FDP, Herrn Firus und den Vorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung, Herrn Teppe, wie sie als Entscheidungsträger die Uelzener auf die Förderperiode optimal vorbereiten wollen.

Herr Firus stellte fest, das riesige Potentiale in der neuen Förderperiode, besonders für Uelzen, stecken. ”Es gilt nun, diesen einmaligen Sonderstatus bestmöglich zu nutzen, dies geht jedoch nur mit einem engen Zusammenspiel von Stadt und Land mit den Handels- und Wirtschaftsvertretern unserer Region. Wir sind dazu natürlich bereit”. Er sprach sich dann für Prinzip der “Europa-Stammtische” aus, dass alle interessierten Akteure und Multiplikatoren regelmäßig an einen Tisch bringt und die bestmögliche Strategie für Uelzen ausarbeiten könnte.

Herr Teppe betonte, das Uelzen das Fördermittel der EU bestmöglich genutzt werden könnten, wenn, wenn alle lokalen Akteure auf Stadt und einen Landkreis-Ebene zusammen agieren und gemeinsam Uelzens Interessen in Niedersachsen und bei der Europäischen Union einbringen. Es gehe nicht darum, die EU als reine Geldquelle zu sehen, sondern die längerfristigen Ziele der EU und Schwerpunkte des Landes Niedersachsens umzusetzen. Nur so würde sich die gesamte Uelzener Region von einer nachhaltigen Entwicklung und hohen Wettbewerbsfähigkeit auszeichnen können, die im Zeitalter der Globalisierung bestehen kann. Er kündigte eine Reihe von konkreten Maßnahmen in den nächsten Monaten an, um sich für Uelzen in der Fördermitteldebatte einzusetzen.“

Herr Schwenke, Vertreter des Handelsvereins Uelzen, begrüßte diese Maßnahmen und stellte sich als Partner im Dialog in der Fördermitteldebatte zur Verfügung. Der Uelzener Handel hat einen wesentlichen Beitrag zu Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Uelzen zu liefern: “Wer würde Uelzen schon besuchen, wenn es keine Geschäfte mehr gibt?” kommentierte er. Herr Schwenke bedauerte, dass nicht schon im längeren Vorfeld eine Debatte über die Fördermittel der EU angestoßen wurde, da darüber in Uelzen noch viel zu wenig bekannt sei. “Heute Abend sind die Ziele der EU und die Schwerpunkte Niedersachsens auch beim Uelzener Handel angekommen und wir werden in den nächsten Monaten versuchen, eine Strategie auszuarbeiten” kommentierte er.

Herr Kutz, von Eudirekt, dem EU-Expertennetzwerk für internationale Zusammenarbeit aus Hamburg, zeigte sich von der Debatte über die Auswirkungen von Europa in Uelzen beeindruckt. „Wir in Hamburg müssten einmal soviel Glück haben“ kommentierte er den Fördermittelzuschluss aus Brüssel und regte an, ein angedachtes, innovatives Projekt mit Ergeiz und Energie weiterzuentwickeln. Er mahnte an, sich nicht durch die Hürden, z.B. Kofinaizierung oder Antragstellung entmutigen zu lassen.

Es folgte die Diskussion mit den Besuchern der Veranstaltung.
Frau Matzker-Steiner, Leiterin der KVHS in Uelzen und Lüchow-Dannenberg stimmte Herrn Kutz zu: „Nur wer sich da ransetzt und mit der Materie beschäftigt, kann die Früchte dieser Arbeit auch ernten“. Sie stellte den Workshop der KVHS zum Thema „Wie kann Uelzen von den Fördermitteln der EU profitieren?“. Das Ziel des Workshops, der vom 4.-7. September 2006 in Oldenstadt stattfindet, ist es, Vertretern von Handel, Industrie, Landwirtschaft , Handwerk sowie öffentlichenn Trägerns und Vereinen, als auch interessierten Bürger/inner für die Nutzung der Förderprogramme in Uelzen und der Region Lüneburg fit zu machen.

Als Experte für internationale Zusammenarbeit stellte Herr Kutz sich und seinen Verein zur Verfügung, um sogar ausländlische Kontake zu möglichen Kooperationspartnern innerhalb der EU oder sogar in China zu vermitteln.

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